Vergangenes Wochenende fand in Dresden das Neustadt Art Festival statt und ich finde wir sollten uns mehr darum kümmern, dass es Erlebnisräume wie dieses nicht nur auch in den kommenden Jahren noch gibt, sondern auch an vielen weiteren Orten in Sachsen. Was ich dafür tun möchte? Euch bitten, mich damit zu beauftragen, euch Postkarten zu schreiben. Wie das zusammenhängt, habe ich hier aufgeschrieben.

Was das Neustadt Art Festival ausmacht

Ich durfte in meinem Leben schon an mehreren Festivals beteiligt sein. Das „Flower Power Festival“ in Freiberg (hieß später Sun Flower Festival), eins, das schlicht „Art Festival“ „Art Projekt“ hieß, auch in Freiberg, das „New-Chance-Festival“ in Halle, welches Ausgangspunkt des „New Chance Sachsen“ Bandwettwerbes war, den ich vier Jahre lang geleitet habe, das „Open Air unten Wasser“ auf der Schlossteichinsel in Chemnitz, das „Beatrise“ Festival ein Chemnitz und schließlich das „Neustadt Art Festival“ in der Dresdner Neustadt.

Was diese Festivals ausmacht, ist die Idee etwas selbst zu machen. Selbst zu entscheiden, welche Musik gespielt wird oder eben wie diese Entscheidung entsteht. Man muss selbst überlegen, welche Aufgaben zu bewältigen sind, wie und in welcher Reihenfolge etwas passieren soll oder wie man sich in der Gruppe organisiert. Für mich sind solche Festivals Freiräume, Räume in denen wir uns ausprobieren und das Miteinander erleben können, Räume, in denen wir Gemeinschaft ganz praktisch leben können ohne dabei erst irgendeinen scheinbar notwendigen Ernst überwinden zu müssen, Räume in denen wir Lust bekommen können, mehr voneinander zu lernen, uns mehr füreinander zu interessieren und uns mehr gegenseitig zuzuhören.

Der Unterschied, ob man so etwas selbst an irgendeiner Stelle mitorganisiert, also selbst für einen Teil die Verantwortung übernimmt oder dies „nur“ als Besucher mitbekommt, ist dabei glaube sehr groß.

Genau das macht das Neustadt Art Festival für mich noch einmal wertvoller, denn wir haben uns klar dafür entschieden, niemanden etwas wirklich abnehmen zu wollen, sondern nur den mindest-notwendigen Rahmen dafür zu schaffen, dass selbstentschiedenes Tun leichter möglich ist. Wir bestimmen nicht selbst über das, was als Programm passiert, sondern machen eine Ausschreibung. Jede und jeder kann und muss selbst entscheiden, dass etwas passiert und tatsächlich selbst umsetzen.

Wir geben Hilfestellung, indem wir die Verbindung zwischen Orten und KünstlerInnen herstellen, wir geben den Namen, den Termin und die Möglichkeit für Austausch untereinander und wir kümmern uns um sinnvolle Kooperationen oder natürlich einen Teil der Werbung.

Crowdfunding braucht bis Donnerstag Abend noch 1.200€ von Vielen

Ein logischer weiterer Schritt ist für uns auch, eben nicht „nur“ Zuschauer sein zu lassen, sondern über das Crowdfunding genauso zu beteiligen. Über die Einnahmen aus dem Crowdfunding möchten wir den Künstlerinnen und Künstlern Unkosten für Fahrt und Material erstatten.

https://www.startnext.com/naf17

Wie der Stand jetzt, am 26.09.17 11:00 Uhr aussieht, ist an dieser Grafik zu sehen. Knapp 50% sind drin. Wie es beim Crowdfunding üblich ist, brauchen wir mindestens 100%, sonst gehen auch alle bisherigen Unterstützungen zurück an die Unterstützer.

Crowdfunding Neustadt Art Festival steht bei 50%

Warum ist das Neustadt Art Festival wichtig?

Für wichtig empfinde ich vor allem vor liegende Chancen nicht einfach vorbeiziehen zu lassen, sondern zu nutzen. Konkret geht es darum, dass wir Erfahrung mit dem NAF und als Team gesammelt haben, die wir allen zur Verfügung zu stellen können und wollen. Klar haben wir haben nichts Neues erfunden, aber wir haben für uns Lösungen, Ansätze und Werkzeuge so kombiniert, die nicht nur in der Dresdner Neustadt funktionieren können.

Kontinuität, Flexibilität, Mut und die Erfahrung etwas gemeinsam zu schaffen gepaart mit etwas technischen und viel künstlerischen Know-How von allen im Team.

Warum eigentlich Postkarten?

Eines der vielen Dankeschöns, welches ihr euch für eure Unterstützung auswählen könnt, ist eine persönliche Postkarte mit einem persönlichen Dankesgruß.

Unsere Aufgabe in den letzten zweieinhalb Tages ist es, den Kreis größer zu ziehen. Klar ist ein lokales Festival für jemanden vor allem dann unterstützenswert, wenn man selbst hingehen kann oder hingegangen ist. Aber falls es vielleicht auch aus der Ferne wichtig erscheint, dass es in Dresden derartige Strukturen gibt, dann könnte es neben dem Original-Aquarell vom Postkartenmotiv, einer CD der beteiligten Musikerinnen und Musikern ja vielleicht gerade diese persönliche Postkarte von mir sein, die es zusätzlich wertvoll macht.

https://www.startnext.com/naf17

Bleibt mir nur noch, mich bei allen zu bedanken, die bereits in irgendeiner Weise unterstützt haben und: weitermachen. 🙂

Ecke Nord beim Neustadt Art Festival (Foto: Peter Theeg)

Kunst unterm Dach beim Neustadt Art Festival 2017 (Foto: Thomas Schreiter)

Neustadt Art Festival an der Waldbühne

Scheunevorplatz beim Neustadt Art Festival 2017 (Foto: Juli Bachmann)

veröffentlicht am 26. September 2017

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